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In Gansu liegt das westliche Ende der Großen Mauer aus dem Jahr 1372 mit der Festung Jiayuguan. Dunhuang ist u.a. berühmt für die Mogoa-Grotten - bis zu 16oo Jahre alte buddhistische Höhlentempel mit riesigen Wandgemälden. Auch die alte Oasenstadt und heutige Metroploe Lanzhou und in deren Nähe 300 Meter hohe Sanddünen am Mondsichelsee stellen Attraktionen dar.

Der Höhepunkt bei einem Besuch in Dunhuang ist sicherlich der Besuch der berühmten Mogao-Grotten. Sie gehören zu den buddhistischen Kostbarkeiten Chinas und stellen ein einzigartiges Beispiel für die Entwicklung buddhistischer Plastik und Malerei dar. Es existieren heute noch 492 Höhlen, mehr als 45000 qm Wandmalerei und 2450 farbige Buddha-Statuen. Zur Ausgestaltung der Höhlen wurde ein Zeitraum von über 1000 Jahren benötigt und zog sich über mehrere Dynastien hin. Aus diesem Grund bezeichnet man Dunhuang heute mit recht als das Wunder am Rande der Wüste Gobi und als Kultur- und Kunstschatzkammer Chinas.

Die Sanddünen der Taklamakan-Wüste reichen bis fast an die Stadt Dunhuang heran. Hier in der Nähe liegt zwischen den riesigen Sanddünen der Mondsichelsee, der den Namen seiner unverwechselbaren Form verdankt. Das Dünengebiet Mingsha Shan erstreckt sich bis vor die Tore der Stadt. Durch das Herunterrutschen der Sanddünen entsteht ein unverwechselbares Geräusch, dass dem Dünengebiet seinen Namen verleiht: "Klingender Sandberg".

Das westliche Ende der Großen Mauer mit der im Jahre 1372 errichteten Festung Jiayuguan wurde im 5. Regierungsjahr des Ming-Kaisers Hongwu (1372) erbaut. Von dort hat man einen guten Ausblick auf das Gebiet nördlich der Großen Mauer, und somit auch auf das Sandmeer der Wüste, sowie die sich wie ein Drachen schlängelnde Große Mauer.

Die Weiße Pagode, die sich nördlich des Huanghe auf einem ca. 1700 m hohen Berg erhebt, ist um die 17 m hoch, achteckig und siebenstöckig. Um die Pagode gruppieren sich eine Reihe von Tempelbauten und Pavillons. Auf dem Gelände des Park der fünf Quellen, Wuquanshan Gongyuan, der ein beliebtes Ausflugsziel der Einheimischen an Fest- und Feiertagen ist, befindet sich der Tempel Chongqing Si der aus dem Jahre 1372 stammt. Die Höhepunkte dieses Parks sind eine 5 t schwere Eisenglocke und ein 5 m hoher Bronzebuddha aus dem Jahr 1370.

In den berühmten Grotten des 1000-Buddha-Tempels am Gelben-Fluss in Bingling kann man ca. 800 Statuen und fast 1000 qm Wandmalereien bestaunen. Die größte Statue ist ca. 27 m hoch und die kleinste nur etwa 20 cm. Viele der Statuen stammen aus der Tang-Dynastie. ÂÂ

Das Provinzmuseum zeigt interessante neolithische Keramiken und Opfergefäße in Bronze aus der Zhou-Dynastie, dessen bekanntestes Ausstellungsstück das \"Fliegende Pferd von Gansu\", eine Bronzestatue, die mit nur einem Huf auf einem schwalbenähnlichen Fuß steht, ist. Die Figur wurde in einem Grab der Östlichen Han-Dynastie (25-220) gefunden.

Auf dem ungefähr 86 Hektar großen Gelände des im tibetischen Stil erbauten Klosters befinden sich 48 Tempelhallen unterschiedlicher Größe sowie mehr als 500 buddhistische Kapellen und Mönchszellen. Als imposantestes, prächtigstes und größtes Gebäude des Klosters wird von manchen die sechsstöckige Maitreya-Halle(Goldziegelhalle) angesehen.