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Die Hauptstadt Xi'an besitzt eine nahezu vollständig erhaltene Stadtmauer und war Ausgangspunkt der Seidenstraße. Von hier startet man auch zur Besichtigung der weltberühmten Terrakotta-Armee mit bislang ausgrabenen über 7000 tönernen Figuren wie Soldaten oder Pferden. Deutsche Partnerstadt von Xi'an ist Dortmund.

Erleben Sie mit der als 8. Weltwunder bezeichneten Armee Geschichte zum Anfassen... Die 1974 zufällig entdeckte gigantische Grabanlage, etwa 35 km östlich von Xian am Fuß des Li-Berges, ließ der erste Kaiser, Qin Shihuangdi, sofort nach der Reichseinigung bauen. Dort stießen Archäologen auf die kunstvolle Terrakotta-Armee, ein riesiges Feld von über 7000 lebensgroßen Pferde- und Kriegerfiguren, die in Schlachtordnung in elf Korridoren aufgereiht waren. Die gesamte Anlage war einst von Balken und einer 3 Meter dicken Erdschicht bedeckt und wird heute als das 8. Weltwunder bezeichnet. Die weit im Süden der Stadt liegende Große Wildganspagode, die 692 n.Chr. erbaut wurde, befindet sich inmitten des Tempels des Guten Willens. ÂÂ

Die imposante Stadtmauer Xians ist die einzige vollständig erhaltene Stadtmauer in China. Der Stelenwald zeigt in 6 Hallen eine Sammlung von über 2000 Steintafeln. Besonders beeindruckend sind die 114 Stelen, die zwölf klassischen Werke des Konfuzius, die 560 000 Schriftzeichen enthalten.ÂÂ

Das Dorf Banpo, 10 km östlich von Xian, wurde 1953 entdeckt. Mühselige Ausgrabungsarbeiten brachten die Grundrisse des Dorfes und der Hütten, sowie eine Töpferwerkstatt und einen Friedhof zutage. 3000 qm des 5000 qm großen Dorfes sind als Ausstellungshalle überdacht. Besuchen Sie die Große Moschee, Qing Zhen Si, die im chinesischen Stil gebaut ist, am Anfang steht ein sehr altes Ehrentor, wie man es auch aus konfuzianischen Tempeln kennt. Das Minarett gleicht eher einem Pavillon, lediglich die Gebetshalle aus dem 14. Jhd. enthält arabische und vorderasiatische Stilelemente.

Der 36 m hohe Glockenturm (Zhong Lou) im Zentrum ist das Wahrzeichen der Stadt. Der jetzige Bau stammt aus dem Jahre 1582; erstmals war er jedoch schon 1384, zu Beginn der Ming-Dynastie, errichtet worden. Die aus dem 15. Jh. stammende, 2,5 t schwere Glocke können Sie heute in der nordwestlichen Ecke auf dem Steinsockel bewundern. Vom Turm aus haben Sie einen grandiosen Blick auf alle vier Stadttore. Der Trommelturm (Gu Lou) aus dem Jahre 1370, der bereits mehrmals restauriert wurde, kündigte früher durch sein Trommeln das Schließen der Stadttore an.