Unsere Spezialistin Natalie unterwegs in Xi'An und Yunnan

 

Reisebericht unserer Asienspezialistin Natalie Ittel  über ihre Reise nach Xi‘An und Yunnan

Es geht wieder nach China! Ich freute mich riesig, endlich die historische Stadt Xi'An mit ihrer bedeutenden Stadtmauer kennenzulernen. Ab München fliege ich mit Air China über Peking nach Xi'An. Dort nimmt uns die Reiseleiterin herzlich in Empfang und wir fahren in die Stadt. Der Transfer vom Flughafen dauert je nach Verkehr mindestens eine Stunde. Erst jetzt wird mir bewusst, wie groß die Stadt wirklich ist. Wir passieren unzählige Wohnblöcke, die als Hochhäuser in die Luft ragen. Viele Autos, kaum Roller und Motorräder - ein viel moderneres China als ich es von meiner letzten Reise in Erinnerung habe.

Das historische Xi'An

Xi'An spielt in der historischen Vergangenheit Chinas eine bedeutende Rolle – als Sitz von sechs Dynastien und erste Hauptstadt des Kaiserreiches China. Nicht umsonst sagen die Chinesen: "Xi'An ist die Vergangenheit, Peking die Gegenwart, Shanghai die Zukunft." 

Moschee, Xi'An, China Reise
Eingang der Moschee, Xi'An, China Reise

90 000 Muslime wohnen in Xi'An und das muslimische Viertel sowie die Große Moschee sind auch weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Natürlich möchte ich mir das nicht entgehen lassen, statte der Moschee einen Besuch ab und schlendere über den Nachtmarkt. Die Moschee sieht auf den ersten Blick aus wie ein buddhistischer Tempel. Erst bei genauem Hinsehen entdecke ich islamische Elemente. Spätestens in der Gebetshalle mit dem Gebetsteppich am Ende wird deutlich, dass ich mich in einer Moschee befinde. Eins der Highlights in Xi'An ist auf jeden Fall der Nachtmarkt. Hier laden viele interessante kleine Läden und Marktstände zum Bummel ein. Besonders beeindruckt war ich von den vielen außergewöhnlichen Speisen, die hier feilgeboten werden. Zu den kulinarischen Highlights Xi'An‘s gehören die Biang Biang Nudeln und Maultaschen.

Nudelmacher, Xi'An, China Reise
Fruchteis, Xi'An, China Reise
Hoch hinaus zu den fünf heiligen Bergen

Der Hua Shan zählt zu den fünf heiligen Bergen des Daoismus. Die Landschaft ist atemberaubend und geprägt von kahlen Felsen und steilen Klippen. Allein die Seilbahnfahrt ist spektakulär und bietet bereits einen guten Vorgeschmack auf das, was einen oben erwartet. Insgesamt kann man fünf Bergspitzen besteigen und den Tempel besuchen. Bei meinem Tagesausflug habe ich Zeit, zwei der Gipfel zu erklimmen.

Wenn man in China einen Nationalpark besucht, muss man sich auf lange Wartezeiten einstellen. Zum einen ist es der Besucheransturm, der die Besichtigung verlangsamt, zum anderen die Anfahrt. Alle Nationalparks erreicht man mit einem Bus oder Öko-Bus und hierfür muss man sich anstellen. Auch den Hua Shan steuert man vom Parkplatz mit einem Bus an, der einen über enge Serpentinenstraßen zur Seilbahn bringt.

Zu Besuch bei der Terrakottaarmee

Kein Besuch von Xi’An ist komplett ohne einen Abstecher zur Terrakottaarmee. Die Grabanlage des ersten chinesischen Kaisers ist über 2000 Jahre alt und zählt zum UNESCO Weltkulturerbe. Jeder einzelne der Krieger wurde ganz individuell gestaltet. Neben den Kriegern gehört auch der Bronzewagen zu den wichtigsten Highlights der Anlage. 

Schillerndes Xi'An

In der Nähe der großen Wildganspagode kann man jeden Abend eine 20-minütige Fontänen-Show genießen. Bunte Lichteffekte und klassische Musik umrahmen die Wasserspiele mit Blick auf die leuchtende Pagode. Außerdem herrscht rund um die Pagode ein reges Treiben. Die Chinesen haben sich in mehreren Gruppen zusammengefunden und tanzen, feiern, unterhalten sich.

Fontänenshow, Wildganspagode, Xi'An, China Reise
Tanztreff, Wildganspagode, Xi'An, China Reise

Sehr beeindruckend ist auch die imposante Stadtmauer, die zu den am besten erhaltenen des ganzen Landes zählt. Sie ist knapp 14 km lang und lässt sich am besten bei einer Fahrradtour erkunden. Selbst nach vier Tagen in Xi’An habe ich das Gefühl, noch immer nicht alles gesehen zu haben und das Bedürfnis wiederzukommen. Aber die Reise geht weiter in den Süden des Landes – nach Yunnan. 

Weiter geht es in die Provinz Yunnan

Yunnan – eine Provinz im Süden des Landes, auch bekannt als die „Hochebene des ewigen Frühlings“ – ist das nächste Ziel meiner China-Reise. Diese vielfältige Region ist für ihre bunt gekleideten Völkerstämme bekannt, aber auch einzigartige Naturhighlights kann man hier bewundern. Zu den größten Volksgruppen der Provinz zählen die Yi, Naxi, Bai und die Dai.

Faszinierender Steinwald in Kunming

Meine Rundreise durch Yunnan beginnt in der Hauptstadt der Provinz: Kunming. Von hier aus erreicht man in ca. zwei Fahrtstunden den spektakulären Steinwald. Mit seinen bizarr geformten Felsformationen, die zwischen fünf und dreißig Meter in die Höhe ragen, gehört der Wald zu den Hauptattraktionen von Yunnan. Unzählige Wanderwege bieten sich an, das riesige Gebiet zu Fuß zu erkunden. Besonders auch bei den Chinesen beliebt, sind die Öko-Busse, die durch den Park verkehren und an mehreren Stopps die Möglichkeit zum Ein- und Aussteigen bieten. Der einmalige Anblick dieser „Steinbäume“, neben denen ich mir winzig klein vorkomme, ist wirklich faszinierend!

Mein Hoteltipp mitten in der Altstadt ist das Silver Chest Boutique Hotel. Mit seinen 15 individuell und liebevoll eingerichteten Zimmern, bietet das ehemalige Privathaus mit fünf Innenhöfen eine Ruheoase der besonderen Art.

Mit der Bahn durch Yunnans Natur

In einem Tageszug habe ich die fünf-stündige Weiterreise nach Dali angetreten. Oft wird dieser mit Schlafplatz angeboten, so dass man es sich hier sehr bequem ergehen lassen kann. Die Fahrt bietet interessante Einblicke in die Natur und Städte Yunnans. Natürlich kommt man auch hier mit interessierten Mitreisenden per Mimik und Gestik ins „Gespräch“.

Die Drei-Weißen-Pagoden

Der Ort Dali, 400 Kilometer nordwestlich von Kunming, ist eines der beliebtesten Reiseziele des Südwestens und liegt im Siedlungsgebiet der Bai-Nationalität. Der Ort befindet sich zwischen dem lang gestreckten See Erhai im Osten und der beeindruckenden, meist schneebedeckten Gipfelkette des Cangshan-Gebirges im Westen. Die Altstadt ist durch eine gut erhaltene Stadtmauer umgeben, wo man tagsüber und auch in den Abendstunden viele kleine Shops und Restaurants findet. Ein „Must Do“ in Dali ist der Besuch der „Drei Weißen Pagoden“, welche auch als Wahrzeichen der Stadt bekannt sind. Der höchste Turm misst 46 Meter und zählt 16 Stockwerke. Bei klarem Wetter genießt man ein grandioses Bild vor den meist schneebedeckten Gipfeln

Wochenmarkt in Shaxi

Auf dem Weg zur letzten Station meiner Rundreise, besuche ich gemeinsam mit meinem Reiseleiter das kleine Städtchen Shaxi, ein ehemals geschäftiger Ort auf dem Tee-Pferde-Handelsweg zwischen Yunnan und Tibet. Den größten Anteil der Bevölkerung bilden die Bai. Einmal in der Woche - immer freitags - findet hier der lokale Markt statt, den man nicht versäumen sollte. Einheimische aus den umliegenden Dörfern in ihrer farbenfrohen, traditionellen Kleidung prägen das Stadtbild und bieten allerlei Gemüse- und Obstsorten feil.

Unterwegs in der UNESCO-Welterbestadt Lijang

Die UNESCO-Weltkulturerbe-Stadt Lijiang ist ein echter Tourismusmagnet und bietet sich auch als Ausgangspunkt für Tagesausflüge an. Ich unternehme eine Fahrradtour ins nahe gelegene Dorf Baisha. Im und um das Dorf gibt es mehrere sehenswerte Tempel. Besonders beeindruckt bin ich vom Dabaoji Gong, der mit seinen tantrischen Fresken bestückt. Lijiang ist von der Naxi-Kultur geprägt. Wer großes Interesse an der Kultur hat, sollte sich das Dongba-Museum nicht entgehen lassen. Hier wird die Kultur der Naxi in mehreren Ausstellungsräumen genau erläutert.

Ein Ausflugsziel für Bergbegeisterte ist auch der Jadedrachenberg. Mit seinem 5596 Meter hohen, stets schneebedeckten Gipfel, überragt er die weite Lijiang-Ebene. Mit der Seilbahn gelant man schnell zur Yak-Wiese, von wo aus man einen schönen Spaziergang machen und ein tibetisches Kloster besuchen kann.

Yak-Wiese, Jadedrachenberg, Yunnan, China Reise
Tibetisches Kloster, Jadedrachenberg, Yunnan, China Reise
Mein Hoteltipp in Lijang: Das wunderschöne Amandayan

Mein Hoteltipp für Lijiang ist das wundervolle Amandayan, welches über der Altstadt liegt und einen fantastischen Panoramablick bietet. In dem im Naxi-Stil erbauten Hotel genießen Gäste einen äußerst exklusiven Service, für den die Luxushotelgruppe AMAN bekannt ist.

Amandayan, Lijang, Yunnan, China Reise
Pool des Amandayan, Lijang, Yunnan, China Reise

Für mich war die Reise nach Yunnan ein voller Erfolg! Die vielen ethnischen Minderheiten und die besondere Lage der Region bieten Reisenden einen vielseitig kulturellen und aktiven Urlaub, der kaum einen Reisewunsch offen lässt. Gut möglich, dass ich eines Tages noch einmal hierher.

Sie möchten die Kultur- und Naturhighlights der Provinzen Yunnan und Xi'An selbst erleben? Unsere Asien-Experten erstellen gerne Ihre individuelle China Rundreise. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage. 
 

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