Verena Haase in Tibet und Nepal

 

Verena Haase in Tibet und Nepal

Diesen Traum haben wohl viele: einmal den höchsten Berg der Erde, das "Dach der Welt", - den Mount Everest - live sehen! Diesen Traum erfüllte ich mir mit meiner Reise, die mich von Chengdu über Tibet bis nach Nepal führte.

Da ich die typischen Städte Peking, Shanghai und Hong Kong bereits von vorherigen Reisen kannte, entschied ich mich dieses Mal dazu meine Reise in Chengdu, der Provinzhauptstadt Sichuans, zu beginnen. Ich schlenderte durch (nach der Kulturrevolution wiederaufgebaute) "Altstadt"-Viertel, Mega-Shoppingmalls und wunderschön angelegte Parkanlagen. Einen Besuch wert ist auch eine der zahlreichen Teestuben, in denen man in schön angelegten Gärten seinen Tee genießen kann. Das Konzept erinnerte mich ein wenig an das bayerische Biergartenprinzip: den Tee inklusive Thermoskanne mit heißem Wasser zum Nachgießen muss man am Parkeingang kaufen - Snacks darf sich wiederum jeder Gast selbst von zu Hause mitbringen. Da die Provinz Sichuan die Heimat des Panda-Bären ist, gehörte natürlich auch der Besuch der Panda-Aufzuchtstation zu meinem Programm.

Panda Aufzuchtstation, Chengdu, China Reise
Teestube, Chengdu, China Reise

Nach dem Stopp in Chengdu brachte mich ein kurzer Flug nach Xining. Von dort aus ging es nach einem Halt am Supermarkt (Proviant für die Zugfahrt) direkt zum Bahnhof.
Nun folgte ein sehr spannender Teil meiner Reise, den ich sicherlich nie vergessen werde: die Fahrt mit der Tibetbahn. Die Tibetbahn weist gleich mehrere Weltrekorde auf: die höchstgelegene Bahnstrecke der Welt, der längste und höchst gelegene Eisenbahntunnel und der höchstgelegene Bahnhof der Welt! In rund 24 Stunden brachte mich der Zug bis nach Lhasa. An den Motiven, die sich vor meinem Zugfenster zeigten, könnte ich mich gar nicht sattsehen.

Bahnhof, Xining, China Reise
Zugfahrt, China Reise

In Lhasa angekommen, ließ ich es erst einmal langsam angehen. Schließlich musste ich mich in der Höhe von über 3.600 Metern erst einmal akklimatisieren. Dies kann man jedoch wunderbar in einer der zahlreichen Teestuben beim traditionellen, tibetischen "sweet tea".
Am nächsten Morgen folgte direkt der Höhepunkt der Stadt: der Potala-Palast, der eines der wichtigsten Pilgerziele tibetischer Buddhisten ist. Bevor ich diesen von innen besichtigte, genoss ich erst einmal die Panorama-Aussicht auf die Stadt, die sich vom Hügel des Potala-Palastes bietet. Von innen kann man den ehemaligen Wohnsitz des Dalai Lamas natürlich ebenfalls bewundern.

Potala Palast, Lhasa, Tibet Reise

In den folgenden Tagen genoss ich die ganz besondere, spirituelle Atmosphäre dieser Stadt und besuchte zum Beispiel das Kloster Sakya oder den Norbulingka Palast - den ehemaligen Sommerpalast des Dalai Lamas.
Dann ließ ich die Stadt hinter mir und freute ich mich auf die wunderschönen Landschaften, die Tibet zu bieten hat. Mein erster Halt war der türkisfarbene Yamdrok-See. Auf vielen Fotos hatte ich ihn bereits gesehen und letztlich war ich sehr beeindruckt von dem tollen Farbenspiel, das sich erst in Natura richtig zeigt.

Verena Haase, Yamdrok See, Tibet Reise
Karola Gletscher, Tibet Reise

Nach einem Stopp am mächtigen Karola-Gletscher erreichte ich die Stadt Gyantse, in der ich auch übernachtete. Am nächsten Morgen führte mich meine Fahrt weiter nach Shigatse. Ich hatte großes Glück: mein Reiseleiter Dawa stammt selbst aus Shigatse und war früher für einige Jahre Mönch im Kloster Tashilumpo. So hatte ich die wunderbare Gelegenheit das Kloster auf eine Art und Weise kennenzulernen, die anderen Touristen verborgen bleibt und durfte unter anderem auch die privaten Zimmer der Mönche besuchen und kam mit diesen ins Gespräch.

Kloster Tashilumpo, Shigatse, Tibet Reise

Noch überwältigt von den Eindrücken fuhren wir nach dieser wunderbaren Begegnung weiter in Richtung Xegar. Plötzlich hielt unser Fahrer an und Dawa sagte einfach nur: "Look!" und zeigte in Richtung Horizont. Ich traute meinen Augen kaum, aber da war er plötzlich: in der Ferne reihte sich die Himalaya Kette vor uns auf und die charakteristische Spitze des Everest war eindeutig zu erkennen. Noch war der Everest in weiter Ferne, jedoch ließ der Anblick meine Vorfreude auf den morgigen Tag nur weiter steigen.
 Am nächsten Morgen starteten wir besonders früh in Richtung Mount Everest Base Camp. Der Weg dorthin war recht beschwerlich. Zwar ist die Straße recht neu und mittlerweile gut asphaltiert, jedoch hatte es diese mit ihren unzähligen Serpentinenkurven in sich. Und auch die Höhe machte mir nach und nach immer mehr zu schaffen und Kopfschmerzen machten sich breit.
Gegen Mittag erreichten wir dann das Kloster Rongbuk - das höchstgelegene Kloster der Welt. Das Kloster mit dem Everest im Hintergrund bietet ein wunderschönes Fotomotiv.

Kloster Rongbuk, Tibet Reise

Vom Kloster sind es nur noch wenige Kilometer bis zum Base Camp an dem sich jedes Jahr die Mount Everest Expeditionen vorbereiten und starten. Da private Fahrzeuge nicht bis zum Base Camp fahren dürfen, nahm ich einen der Shuttle Busse zum Camp. Alternativ kann dieser Weg auch zu Fuß zurückgelegt werden. Am Camp selbst, gibt es außerhalb der Expeditionszeit wenig zu sehen, aber der "Star" ist ja ohnehin der Mount Everest. Ich hatte unheimliches Glück, da das Wetter perfekt war und ich somit eine wunderbare Sicht hatte!
Nach einem aufregenden Tag ging es dann wieder den gleichen Weg zurück bis nach Xegar. Der nächste Tag war ein reiner Reisetag, da wir den kompletten Weg wieder zurück nach Lhasa fuhren. Ich genoss meinen letzten Abend in einem lokalen Restaurant mit den für Tibet typischen, mit Yak-Fleisch gefüllten Teigtaschen ("Momos" genannt), bevor es am nächsten Tag weiter nach Nepal ging.
Ein kurzer Flug brachte mich von Lhasa nach Kathmandu. Mein Tipp: im Flieger unbedingt auf der rechten Seite sitzen, denn dann hat man in der Regel einen wunderbaren Blick auf den Himalaya mit dem Mount Everest.
In Nepal erwarteten mich komplett andere Temperaturen und andere Vegetation - während ich die letzten Tage leicht frierend auf karge Landschaften blickte, warteten nun bei tropischen Temperaturen sattgrüne Berglandschaften auf mich. Vom Flughafen aus fuhr ich zunächst nach Dhulikhel, ca. 2 Stunden von Kathmandu entfernt. Hier ließ ich mich im Dwarika's Resort Dhulikhel verwöhnen, welches wunderschön eingebettet in die Natur liegt. Das Resort wurde vorrangig aus Naturmaterialien wie Stein, Holz, Erde und in der traditionellen Ziegelbauweise errichtet und erstreckt sich über ein unglaublich weitläufiges Areal. Neben den 39 Suiten gibt es Meditations- und Yoga-Säle, drei Restaurants, einen Salz-Therapie-Raum, einen Infinity-Pool (bei gutem Wetter mit Blick auf die Schneeberge!) und natürlich ein Spa.

Garten, Dwarika's Resort Dhulikhel, Nepal Reise
Suite, Dwarika's Resort Dhulikhel, Nepal Reise

Erholt stürzte ich mich dann ins Getümmel Nepals Hauptstadt und ließ meine Reise in Kathmandu ausklingen. In Kathmandu pulsiert das Leben: an jeder Ecke gibt es etwas zu Bestaunen - sei es der Durbar Square (der Platz vor dem Königspalast mit seinen zahlreichen Tempeln), der Kumari-Palast (ich hatte sogar das Glück die "Kindsgöttin" Kumari kurz zu sehen), das Touristenzentrum Thamel mit seinen zahlreichen Shoppingmöglichkeiten (das sich übrigens sehr bequem per Rikscha erkunden lässt) oder die umliegenden, wunderschönen Königsstädte Patan und Bhaktapur.
Nach rund zwei Wochen hieß es leider Abschied nehmen mit vielen neuen Eindrücken und einem in Erfüllung gegangenem Traum - den Blick auf den Mount Everest werde ich sicherlich nie vergessen! Doch auch die Fahrt mit der Tibetbahn, der türkisfarbene Yamdrok-See und die sattgrünen Berglandschaften Nepals werden mir ewig in Erinnerung bleiben.

Haben wir Ihr Interesse geweckt und Sie wollen selbst durch diese faszinierenden Landschaften reisen? Kontaktieren Sie Verena Haase unter +49 (0) 127091-108 oder schreiben Sie ihr eine E-Mail für Ihre maßgeschneiderte Rundreise.

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