Drei neue Weltkulturerbestätten für China


Drei neue Weltkulturerbestätten für China

Drei Stätten in China wurden Anfang Juli 2015 mit der begehrten Unesco-Auszeichnung geehrt. Damit hat China insgesamt 48 Weltkulturerbestätten.  

Liste des Unesco-Welterbes um 24 neue Stätten erweitert

Die beiden Tusi-Stätten in Laosicheng und Tangya sowie die Festung von Hailongtun dürfen sich ab sofort vermutlich über mehr Besucher freuen: Das Welterbekomitee der Unesco hat auf seiner 39. Tagung vom 28. Juni bis 8. Juli 2015 in Bonn insgesamt 24 Stätten neu in die Liste des Welterbes aufgenommen – darunter die drei in China.

Vereinbarkeit des Kaiserrechts und der lokalen Bräuche

Diese repräsentieren Chinas Stammeshäuptlingssystem. Das Wort "Tusi" bezeichnet ein System zur Auswahl von Stammeschefs als kaiserliche Beamte. Vom 13. bis Anfang des 20. Jahrhunderts wurden die Tusi von der Zentralregierung als erbliche Herrscher ihrer Regionen ernannt. Die chinesischen Kaiser führten dieses System ein, um die in den südlichen Provinzen lebenden Eingeborenenstämme in das Regierungssystem zu integrieren. Dieses politische System ermöglichte es den Stammeshäuptlingen ethnischer Minderheiten, ihre Region sowohl auf Basis des Kaiserrechts als auch ihrer lokalen Bräuche zu regieren. Eingeführt wurde das System während der Yuan-Dynastie, endgültig abgeschafft erst in den 1950er-Jahren.

Hunan, Hubei und Guizhou locken ab sofort mit Weltkulturerbestätten

Von den ehemaligen Herrschaftsbezirken der Tusi zeugen die Überreste von Festungsanlagen, Grenzmauern und Grabstätten der Stammeshäuptlinge. Die drei ausgezeichneten Tusi-Ruinen liegen in den Nachbarprovinzen Hunan (Laosicheng), Hubei (Tangya) und Guizhou (Hailongtun) im Südosten Chinas.
Bildnachweis: Management Office of Tangya Tusi Domain
 

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